PetTec Kameras nutzen Infrarotlicht, damit auch bei Dunkelheit ein erkennbares Kamerabild möglich ist. Welche Infrarot-Technik eingesetzt wird und wie du die Nachtsicht verbessern kannst, hängt vom Kameratyp und von der Umgebung ab.
Welche Infrarot-Technologie verwenden PetTec Kameras?
Alle PetTec Kameras außerhalb der Trail-Serie arbeiten mit 850-nm-Infrarot-LEDs. Diese sorgen für eine gute Ausleuchtung bei Dunkelheit. An den LEDs kann nachts ein schwaches rotes Glimmen sichtbar sein. Das ist normal und kein Hinweis auf einen Defekt.
Die PetTec Trail Kameras verwenden 940-nm-Infrarotlicht. Dieses ist für Menschen und Tiere in der Nacht praktisch nicht sichtbar und eignet sich dadurch besonders für eine unauffällige Wildtierbeobachtung.
Warum leuchten die Infrarot-LEDs meiner Kamera nachts leicht rot?
Bei Kameras mit 850-nm-Infrarotlicht kann an den LEDs ein schwaches rotes Glimmen zu sehen sein. Das ausgestrahlte Infrarotlicht selbst ist für das menschliche Auge größtenteils unsichtbar. Sichtbar ist lediglich ein kleiner Anteil am Rand des wahrnehmbaren Lichtspektrums.
Warum sehe ich bei einer Trail Kamera nachts kein rotes Licht?
Die PetTec Trail Kameras arbeiten mit 940-nm-Infrarotlicht. Dieses ist in der Nacht praktisch nicht sichtbar. Wenn kein rotes Leuchten zu erkennen ist, bedeutet das daher nicht automatisch, dass die Nachtsicht ausgeschaltet oder defekt ist.
Sind die Infrarot-LEDs für Menschen oder Tiere gefährlich?
Nein. Das eingesetzte Infrarotlicht ist bei bestimmungsgemäßer Verwendung unbedenklich und für den Dauerbetrieb der Kamera ausgelegt. Die Kamera sollte trotzdem so angebracht werden, dass Menschen und Tiere nicht dauerhaft aus sehr kurzer Entfernung direkt in die LEDs blicken.
Warum sind die Infrarot-LEDs auf Fotos oder Videos sichtbar?
Kamera- und Smartphone-Sensoren können empfindlicher auf Infrarotlicht reagieren als das menschliche Auge. Deshalb können die IR-LEDs auf Fotos oder Videos anderer Kameras als leichtes Glimmen oder als kleine helle Punkte erscheinen. Wie deutlich sie sichtbar sind, hängt vom jeweiligen Sensor und von der Aufnahmesituation ab.
Ist die Infrarot-Nachtsicht dauerhaft aktiv?
Die Infrarot-LEDs schalten sich bei Dunkelheit automatisch ein und bei ausreichendem Umgebungslicht wieder aus. Ein manuelles Eingreifen ist normalerweise nicht erforderlich.
Welche zusätzliche Beleuchtung unterstützt eine 850-nm-Kamera?
Zur Verbesserung der Nachtsicht eignet sich ein externer 850-nm-Infrarotstrahler. Er kann die erkennbare Reichweite vergrößern und dunkle Bereiche gleichmäßiger ausleuchten.
Ein 940-nm-Strahler ist zwar unauffälliger, wird von vielen Kamerasensoren jedoch schwächer erfasst. Zur Unterstützung einer PetTec Kamera mit 850-nm-Nachtsicht ist deshalb ebenfalls ein 850-nm-Infrarotstrahler die sinnvollere Wahl.
Wie stark sollte ein zusätzlicher Infrarotstrahler sein?
Die benötigte Leistung hängt von der Größe des überwachten Bereichs und von der Entfernung zum Motiv ab. Für einen kleinen Raum, einen Eingangsbereich oder eine Terrasse genügt meist ein kompakter Strahler. Für größere Grundstücke oder weiter entfernte Bereiche wird ein leistungsstärkeres Modell benötigt.
Praktisch ist ein Strahler mit einstellbarer Leistung. Eine zu starke Beleuchtung kann nahe Objekte überstrahlen. Eine zu schwache Beleuchtung erreicht weiter entfernte Bereiche dagegen nicht ausreichend.
Welcher Abstrahlwinkel ist sinnvoll?
Der Abstrahlwinkel des Infrarotstrahlers sollte ungefähr zum Sichtfeld der Kamera passen:
- Ein breiter Abstrahlwinkel eignet sich für kurze Entfernungen und größere Flächen.
- Ein enger Abstrahlwinkel bündelt das Licht und eignet sich für größere Entfernungen.
- Ein zu enger Lichtkegel kann einen sehr hellen Bereich in der Bildmitte erzeugen.
- Ein zu breiter Lichtkegel verteilt das Licht stärker und verringert dadurch die Reichweite.
Für eine flexible Einrichtung empfiehlt sich ein Infrarotstrahler mit einstellbarer Leistung oder verstellbarem Abstrahlwinkel.
Wie sollte ein zusätzlicher Infrarotstrahler montiert werden?
Der Strahler sollte denselben Bereich wie die Kamera ausleuchten, muss aber nicht unmittelbar neben ihr montiert werden. Eine leicht seitlich versetzte Position kann Reflexionen reduzieren und für eine gleichmäßigere Ausleuchtung sorgen.
Achte darauf, dass sich keine Wände, Dachkanten, Äste oder anderen Gegenstände direkt vor der Kamera oder dem Strahler befinden. Nahe Objekte können das Infrarotlicht stark zurückwerfen und dadurch den restlichen Bildbereich verdunkeln.
Warum ist das Nachtbild stellenweise zu hell oder überstrahlt?
Häufig befinden sich reflektierende oder helle Gegenstände sehr nah vor der Kamera. Dazu gehören beispielsweise weiße Wände, Metallflächen, helle Möbel, Spinnweben, Regentropfen oder Verschmutzungen auf der Linse.
Folgende Maßnahmen können helfen:
- Reinige die Linse und den Bereich um die Infrarot-LEDs.
- Entferne Spinnweben und Gegenstände direkt vor der Kamera.
- Verändere den Kamerawinkel leicht.
- Reduziere die Leistung eines zusätzlichen Infrarotstrahlers.
- Platziere den Strahler etwas weiter seitlich von der Kamera.
Funktioniert die Infrarot-Nachtsicht durch eine Fensterscheibe?
In der Regel nicht zuverlässig. Fensterglas reflektiert einen Teil des Infrarotlichts zurück in die Kamera. Dadurch können starke Spiegelungen entstehen, während der Bereich hinter der Scheibe kaum zu erkennen ist.
Für die Überwachung eines Außenbereichs sollte die Kamera möglichst außen angebracht werden. Alternativ kann eine geeignete Außenbeleuchtung auf der anderen Seite der Scheibe verwendet werden.
Kann sichtbares Licht die Nachtsicht verbessern?
Ja. Eine normale Außen-, Garten- oder Raumleuchte kann die Bildqualität in der Nacht deutlich verbessern. Das Licht sollte die überwachte Fläche möglichst gleichmäßig beleuchten und nicht direkt in das Objektiv strahlen.
Auch Leuchten mit Bewegungsmelder sind geeignet. Beim Einschalten kann die Kamera kurzzeitig Zeit benötigen, um sich an die veränderten Lichtverhältnisse anzupassen.
Warum ist die Reichweite der Nachtsicht geringer als erwartet?
Die tatsächliche Reichweite hängt nicht nur von den Infrarot-LEDs ab. Auch die Umgebung und das Motiv spielen eine wichtige Rolle. Helle Flächen reflektieren Infrarotlicht stärker, während dunkle oder matte Materialien mehr davon aufnehmen.
Nebel, Regen, Staub, Verschmutzungen, ungünstige Kamerawinkel und Hindernisse können die Sichtweite zusätzlich verringern. Die angegebene maximale Reichweite wird deshalb nicht in jeder Umgebung erreicht.
Was kann ich tun, wenn die Nachtsicht nicht richtig funktioniert?
Prüfe bitte zunächst folgende Punkte:
- Ist die Linse sauber und frei von Feuchtigkeit?
- Befinden sich Spinnweben oder Gegenstände direkt vor der Kamera?
- Wird das Infrarotlicht von einer Wand, Scheibe oder Dachkante reflektiert?
- Ist der Nachtmodus beziehungsweise die Infrarotbeleuchtung in den Einstellungen aktiviert?
- Verbessert sich das Bild bei einem leicht veränderten Kamerawinkel?
- Startet die Kamera nach einem Neustart wieder korrekt in den Nachtmodus?
Bleibt das Problem bestehen, wende dich bitte mit dem genauen Kameramodell und einem Beispielbild der Nachtaufnahme an den PetTec Kundenservice.
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