Der Alarmbereich legt fest, in welchem Teil des Kamerabildes Bewegungen für einen Alarm berücksichtigt werden sollen. Er verändert weder das Sichtfeld im Livebild noch die Reichweite oder Genauigkeit der Erkennung. Ein sichtbarer Mensch oder ein sichtbares Tier löst deshalb nicht automatisch eine Meldung aus.
Alarmbereich einrichten
Öffne die Einstellungen der betreffenden Kamera und wähle „Alarmbereich“, sofern die Option bei deinem Modell angezeigt wird. Über „+“ kannst du in der gezeigten App-Ansicht einen grünen Bereich hinzufügen und an den weißen Eckpunkten anpassen. Speichere die Einstellung. Je nach Modell und App-Version können Anzeige und verfügbare Formen abweichen.
Entscheidend ist die grüne Auswahl in der App: Markierungen auf einem Foto, etwa Kreuze oder ein eingezeichneter Kreis, zeigen uns die gewünschten Stellen, sind aber keine gespeicherte Alarmzone. Prüfe in der tatsächlichen App-Ansicht, ob die gewünschten Wege innerhalb der aktivierten Auswahl liegen. Was außerhalb liegt, soll für diesen Alarmbereich nicht berücksichtigt werden; es bleibt im Livebild sichtbar.
Warum sind manche Personen schwerer zu erkennen?
Die Kamera sieht die Szene aus ihrer eigenen Perspektive. Für dich ist ein Mensch im Livebild oft eindeutig. Für die automatische Einordnung können dagegen wichtige Einzelheiten fehlen:
- Entfernung und Bildgröße: Weiter entfernte Personen erscheinen kleiner. Es stehen weniger Details für die Einordnung zur Verfügung.
- Blickwinkel: Bei einem steilen Blick von oben, einem seitlichen Blick oder einer gebückten Person sehen die Körperkonturen anders aus. Montagehöhe und Neigung können deshalb das Ergebnis beeinflussen.
- Verdeckungen: Ein Pfosten, eine Tür oder ein Pferd vor der Person kann Teile ihres Körpers verdecken. Die Kamera kann verdeckte Körperteile nicht sehen.
- Licht: Dunkelheit, Gegenlicht und starke Helligkeitsunterschiede können erkennbare Einzelheiten reduzieren.
Eine höhere Empfindlichkeit kann bei der Erkennung helfen, ersetzt aber keine freie Sicht. Digitaler Zoom in der Liveansicht schafft keine zusätzlichen Bilddetails und vergrößert nicht automatisch die Erkennungsreichweite.
Kann ich mit dem Alarmbereich Pferde ausschließen und Menschen erfassen?
Das kann helfen, wenn Laufweg und Pferde im Kamerabild getrennt liegen. Die Auswahl bezieht sich auf einen Ausschnitt des Kamerabildes. Sie ist keine unsichtbare Wand im Stall und legt keinen Abstand zur Kamera fest.
Steht ein Pferd vor einer Person oder ragt sein Kopf in den ausgewählten Bildausschnitt, erscheinen beide im selben Bereich. Der Alarmbereich allein kann sie dort nicht räumlich trennen. Auch ein enger Streifen auf dem Stallboden reicht nicht automatisch aus: Entscheidend ist, wie Person und Tier aus Sicht der Kamera im Bild erscheinen.
Für Meldungen zu bestimmten Objektarten ist zusätzlich der zum Modell passende Personen- oder Objektfilter relevant. Ein Alarmbereich verbessert die eigentliche Personenerkennung nicht. Werden trotz eingeschaltetem Personenfilter weiterhin Pferde gemeldet oder gut sichtbare Personen wiederholt nicht erkannt, prüft unser Support die konkrete Geräte-/Softwareversion und die Einstellungen. Die Perspektive ist dann eine mögliche Einflussgröße, kein Beweis für die Ursache.
Bewegungsmeldung, Personenerkennung und Alarmmeldung: Was ist der Unterschied?
| Funktion | Was sie bedeutet |
|---|---|
| Bewegungserkennung | Eine Bewegung kann als Ereignis erfasst werden. Je nach Modell und Filter können auch Tiere und andere bewegte Objekte auslösen. |
| Personen-/Menschenerkennung | Ein Objekt soll als Mensch eingeordnet beziehungsweise für Personenalarme berücksichtigt werden. Die genaue Filterwirkung hängt vom Modell und der Softwareversion ab. |
| Alarm-/Push-Mitteilung | Ein Ereignis wird auf dem Smartphone gemeldet, sofern die passenden Alarm- und Benachrichtigungseinstellungen dies erlauben. |
Eine Ereigniszeile mit „Bewegungs Erkennung“ bestätigt für sich allein noch keine erfolgreiche Einordnung als Person. Auch eine Meldung auf dem Handy sagt nicht automatisch, welcher Objektfilter das Ereignis ausgelöst hat. Prüfe deshalb zunächst, ob das Ereignis in der App fehlt oder nur die Mitteilung auf dem Smartphone.
Wie wähle ich eine hilfreiche Kameraperspektive?
Richte die Kamera auf den für dich wichtigen Zugang oder Laufweg aus. Wähle möglichst eine freie Sicht mit gut sichtbaren Personen und vermeide, dass Pfosten oder Tiere genau davorstehen. Ein näherer Standort kann mehr Bilddetails liefern. Prüfe den gewünschten Weg im Livebild und anschließend mit einem einzelnen Ereignistest am Tag und bei Bedarf nachts. Eine andere Position kann helfen; eine zuverlässige Meldung zu jeder Person lässt sich allein daraus nicht zusagen.
Wurde die gleiche Strecke mit den passenden Einstellungen bereits erfolglos getestet, musst du die Schritte nicht wiederholen. Unser Support nutzt die bisherigen Bilder und Ergebnisse für die weitere Prüfung.
Warum kommt trotz sichtbarer Bewegung keine Meldung?
Der Alarmbereich ist nur eine von mehreren Bedingungen. Entfernung, Größe und Richtung einer Person oder eines Tieres, Hindernisse, Beleuchtung, Empfindlichkeit, Alarmzeiten und ein eingestelltes Alarmintervall beeinflussen das Ergebnis. Die KI- beziehungsweise Personenerkennung ordnet erkannte Objekte ein oder filtert Ereignisarten, je nach Kameramodell. Ein Personenfilter kann Tiermeldungen ausschließen; wer Menschen und Tiere melden lassen möchte, sollte die verfügbaren Objektarten beziehungsweise Filter passend zum eigenen Modell prüfen. Eine KI-Klassifizierung ist keine Erweiterung des Sichtfeldes oder der Erkennungsreichweite.
Teste eine gewünschte Strecke einmal zu einer aktiven Alarmzeit und außerhalb einer laufenden Intervallpause. Prüfe, ob ein Ereignis in der App erscheint und ob danach eine Push-Mitteilung ankommt. Das Alarmintervall ist eine Pause zwischen möglichen Alarmen; es bezeichnet nicht die Länge des Clips. Ändere nur eine Einstellung pro Test. Für die weitere Prüfung sende dem Support den Modellnamen, einen Screenshot des in der App eingestellten Alarmbereichs, die Erkennungs-/Objektfilter und ein Beispiel mit Uhrzeit und ungefährer Entfernung. Bei unklarer Alarmierung hilft zusätzlich die Ansicht der Alarm-/Benachrichtigungseinstellungen, beispielsweise „Alarme empfangen“, sofern dieser Punkt bei deinem Modell vorhanden ist. Zeige dabei zunächst den aktuellen Zustand, ohne weitere Einstellungen zu verändern. Bereits zugesandte aktuelle Fotos und Screenshots musst du nicht erneut senden.
Mehr zur modellabhängigen Bewegungs- und Personenerkennung und zum Unterschied zwischen Sichtweite und Erkennungsreichweite.
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